SPD-Fraktion beantragt Prüfung: „Sommer im Herzen von Mühlacker – Biergarten & Kultur im Mühlehof-Loch“

Feb. 2, 2026

Die SPD-Gemeinderatsfraktion Mühlacker bringt einen Prüfauftrag in den Gemeinderat ein, mit dem die Stadtverwaltung beauftragt werden soll zu untersuchen, ob und unter welchen Voraussetzungen die Projektidee „Sommer im Herzen von Mühlacker – Biergarten & Kultur im Mühlehof-Loch“ ab dem Jahr 2026 grundsätzlich umsetzbar ist.

„Das Mühlehof-Areal steht seit Jahren sinnbildlich für Stillstand. Gleichzeitig fehlt unserer Stadt gerade in den Sommermonaten ein zentraler Ort der Begegnung, ein Platz, an dem Menschen nach der Arbeit zusammenkommen, an dem Kultur sichtbar wird und Stadtleben spürbar ist“, erklärt die SPD-Fraktion.

Die Idee: Ein temporärer Sommerort im Herzen der Stadt, mit einfacher, mobiler Infrastruktur, einem befristeten Biergarten in Kooperation mit regionaler Gastronomie, einer kleinen Bühne für Konzerte, Kleinkunst, Lesungen und Vereinsauftritte sowie regelmäßigen Formaten wie After-Work-Abenden, Familiensonntagen, Open-Air-Kino oder Public Viewing, etwa zur Fußball-WM 2026. Auch Vereine, Musikschulen, Chöre und Jugendbands könnten eingebunden werden.

Fraktionsvorsitzender Paul Renner knüpft damit bewusst an seine Kandidatur für das Amt des Oberbürgermeisters an: „Ich habe diese Idee bereits Anfang November im Rahmen meiner OB-Kandidatur öffentlich vorgestellt, als Teil einer Vision für eine lebendige, offene und mutige Innenstadt. Die Resonanz war groß, das Interesse spürbar. Genau daran wollen wir jetzt anknüpfen.“ Renner betont, dass es dabei nicht an Engagement aus der Stadtgesellschaft fehle:
„Aus vielen Gesprächen wissen wir: Potenzielle Partner aus Gastronomie, Kultur und Vereinen stehen bereit. Sie haben Lust, Verantwortung zu übernehmen und Mühlacker mitzugestalten. Was sie zu Recht erwarten, ist ein klares Signal der Stadt, ob und unter welchen Rahmenbedingungen ein solches Projekt überhaupt möglich ist.“

Der Antrag ist bewusst als Prüfauftrag formuliert. Die Verwaltung soll unter anderem klären, welche planungs- und ordnungsrechtlichen Voraussetzungen gelten, welche sicherheits- und genehmigungsrechtlichen Anforderungen bestehen, wie Fragen des Lärmschutzes, der Haftung und des Versicherungsschutzes zu bewerten sind, welche infrastrukturellen Voraussetzungen notwendig wären und welche Risiken oder Hinderungsgründe einer Umsetzung entgegenstehen könnten.

„Uns geht es ausdrücklich nicht um eine Vorentscheidung. Wir wollen keine Erwartungen wecken, die sich am Ende nicht erfüllen lassen“, betont die SPD-Fraktion. „Ziel ist eine fachlich fundierte Einschätzung: Geht das überhaupt? Unter welchen Bedingungen? Und wo liegen realistische Grenzen?“

Erst auf dieser Grundlage soll der Gemeinderat entscheiden können, ob und in welcher Form ein solches Projekt weiterverfolgt werden kann. Sollte die Prüfung zu einer grundsätzlich positiven Einschätzung gelangen, sieht der Antrag vor, eine kleine projektbezogene Arbeitsgruppe einzurichten – mit Verwaltung, Stadtmarketing sowie externen Partnern aus Gastronomie, Kultur und Vereinen.

„Gerade in finanziell herausfordernden Zeiten brauchen wir Ideen, die mit Kreativität, Kooperation und Mut neue Qualität im Stadtraum schaffen – ohne Millioneninvestitionen“, so die SPD-Fraktion. „Ein temporärer Sommerort im Mühlehof-Loch kann mehr sein als ein Projekt: Er kann ein Aufbruchssignal sein. Für eine Stadt, die gestaltet, statt abzuwarten.“