Die SPD-Gemeinderatsfraktion Mühlacker setzt sich für eine optimierte, bedarfsgerechte und faire Nutzung der städtischen Sporthallen ein. Mit einem aktuellen Antrag an die Stadtverwaltung fordert die Fraktion eine umfassende Darstellung der Hallenbelegungen der vergangenen drei Jahre sowie eine strukturierte Bewertung aller Sporthallen im Stadtgebiet.
Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie die vorhandene Infrastruktur künftig noch transparenter, gerechter und effizienter genutzt werden kann. „Unsere Sporthallen sind zentrale Orte des gesellschaftlichen Lebens – für Schulen, Vereine und zahlreiche Freizeitgruppen. Deshalb brauchen wir eine belastbare Datengrundlage, um über Verbesserungen sachlich und faktenbasiert entscheiden zu können“, erklärt der Fraktionsvorsitzende Paul Renner.
Konkret beantragt die SPD-Fraktion eine transparente Aufbereitung der tatsächlichen Hallenbelegungen, differenziert nach Wochentagen, Uhrzeiten, Ferienzeiten sowie nach nutzenden Vereinen und Akteuren. Zusätzlich sollen die Hallen systematisch bewertet werden, etwa hinsichtlich ihrer Eignung für verschiedene Sportarten, ihrer räumlichen Voraussetzungen, vorhandener Geräteausstattung sowie ihrer Zugänglichkeit insbesondere für Kinder und Jugendliche. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Digitalisierung. Die Verwaltung soll prüfen, inwieweit Belegung, Verwaltung und Buchung der Hallen künftig digital unterstützt werden können – beispielsweise über eine App oder ein webbasiertes Buchungssystem. „Viele Abläufe erfolgen bislang noch analog und sind mit erheblichem Abstimmungsaufwand verbunden. Eine digitale Lösung würde für mehr Übersicht, Planungssicherheit und Effizienz sorgen – sowohl bei den Vereinen als auch in der Verwaltung“, betont Julia Ziegler.
Zudem nimmt die Fraktion die Ferienregelungen in den Blick. Immer wieder werde deutlich, dass in Ferienzeiten Hallenkapazitäten ungenutzt bleiben, während Vereine Trainingsbedarf haben. Deshalb soll geprüft werden, ob bestehende Zugangsregelungen alle Vereine gleich behandeln und ob Hallenzeiten in den Ferien pragmatisch, gegebenenfalls auch ganztags, genutzt werden können, ohne zusätzlichen Personalaufwand zu verursachen. „Es geht um Transparenz und Gleichbehandlung. Alle Vereine müssen nachvollziehen können, nach welchen Kriterien Hallenzeiten vergeben werden“, so Jürgen Metzger.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die aktuelle Hallensituation im Stadtgebiet. Die SPD-Fraktion möchte von der Verwaltung zudem dargestellt bekommen, wie die Nutzungen in den kommenden Wochen und Monaten auf die übrigen Sporthallen verteilt werden, nachdem die Sporthalle Mühlhausen derzeit nicht genutzt werden kann und die Käppele-Turnhalle nur noch eingeschränkt beziehungsweise perspektivisch wohl nicht mehr zur Verfügung steht. Dabei geht es auch um die Frage, nach welchen Kriterien die Umverteilung erfolgt und wie für Vereine, Schulen und Gruppen eine verlässliche und transparente Planung sichergestellt wird. „Gerade in einer ohnehin angespannten Hallensituation brauchen die betroffenen Vereine und Schulen Klarheit und Planungssicherheit. Es muss nachvollziehbar sein, wie die vorhandenen Kapazitäten verteilt werden und wie die Stadt mit den aktuellen Einschränkungen umgeht“, betont Fraktionsvorsitzender Paul Renner.
Für die SPD-Fraktion steht fest: Ziel des Antrags ist keine zusätzliche Bürokratie, sondern eine bessere Nutzung der bestehenden Infrastruktur. „Gerade in finanziell herausfordernden Zeiten müssen wir das, was wir haben, optimal einsetzen. Mit klaren Zahlen, fairen Regeln und moderner Technik schaffen wir einen echten Mehrwert für den Sport und das Ehrenamt in unserer Stadt“, ergänzt Uli Seibold.
Mit der beantragten Analyse soll der Gemeinderat erstmals eine umfassende Entscheidungsgrundlage erhalten, um über mögliche Anpassungen, gerechtere Ferienregelungen und eine digitale Modernisierung der Hallenverwaltung zu beraten. Die SPD-Fraktion ist überzeugt: Mehr Transparenz stärkt das Vertrauen und eine kluge Organisation stärkt den Sportstandort Mühlacker nachhaltig.