Sozialdemokraten weisen Vorwürfe der Windkraft-Gegner zurück

Mai 7, 2024

In der PZ-Ausgabe vom vergangenen Samstag machen die Großglattbacher Windkraft-Skeptiker nicht nur ihrem Ärger gegenüber der Mühlacker Stadtverwaltung Luft, sondern werfen auch den Gemeinderatsfraktionen LMU, FDP und SPD vor sich beim Thema Windkraft in Großglattbach zu verstecken. Die Fraktion der Sozialdemokraten weisen diese Vorwürfe nun entschieden zurück. „Wir haben bei jeder Gelegenheit deutlich zum Ausdruck gebracht, dass die Beteiligung der Großglattbacher Bevölkerung im Planungsverfahren zu möglichen Windkraftanlagen im Höhenstadtteil von zentraler Bedeutung für uns ist.“ Stellt der Fraktionsvorsitzende Paul Renner dazu klar.

„Bei unserem Infostand kurz vor Ostern war in den Gesprächen mit den Großglattbachern deutlich zu spüren, dass die geplanten Windkraftanlagen in der Nähe des Dorfes das aktuell größte Thema für die Bevölkerung vor Ort sind.“ Berichtet sein Fraktionskollege Jürgen Metzger. Die Großglattbacher Bürger seien von der Einwohnerversammlung im Vorjahr schwer enttäuscht worden „Eine Farce nannte man die Veranstaltung uns gegenüber“, ergänzt Stadtrat Uli Seibold.

„Daraufhin haben wir als SPD uns dazu entschlossen eine neue Informationsveranstaltung im Gemeinderat zu beantragen, über diesen Antrag wird in der Sitzung am 14. Mai entschieden“, erklärt SPD-Kandidat Cedric Klingel, der sich über die Vorwürfe der Sprecher der Großglattbacher Bürgergruppe sichtlich irritiert zeigt: „Ich habe selbst mehrfach mit Vertretern der Bürgergruppe gesprochen und war auch bei deren Veranstaltung in der TSV-Halle anwesend. Über die dort geschilderten Bedenken habe ich dann natürlich auch den Genossen berichtet.“

„Als Stadtrat beziehungsweise Kandidat hat man dann eben die Wahl, ob man sich auf solchen Veranstaltungen wahlkampftaktisch inszeniert und dann auf dem Weg ins Rathaus alles Gesagte vergisst, oder ob man die Menschen ernst nimmt, sich ihre Bedenken anhört, und dann im Gemeinderat dementsprechend handelt. Wir haben uns für letzteres entschieden“, erläutert die Großglattbacher SPD-Kandidatin Silvia Schneider und verweist damit auf den Antrag der SPD-Fraktion, sowie die Vorschläge aus dem Wahlprogramm der Sozialdemokraten zur Kommunalwahl.